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Kolping auf großer Besichtigung durch die Zehntscheuer

In der Kammer der Narrozunft überzeugen sich die Mitglieder der Kolpingfamilie, dass die wertvollen Häser, Rollen und Schemen einen sehr ordentlichen Platz und eine ordnende Hand gefunden haben. Bild: Fischer

Wie im SÜDKURIER berichtet, hat die Kolpingfamilie als ersten Programmpunkt dieses Jahres mit der Besichtigung der Zehntscheuer wieder einen interessanten Besuch angeboten.So fanden sich 30 Mitglieder und Freunde in der Rietgasse ein und wurden vor dem Haus von Ehrenzunftmeister Karl-Heinz Fischer begrüßt. Er führte die Interessenten an den Handwerkern vorbei über die neuen Treppen hoch in die Kammer der Narrozunft, wo Richard Braitsch seine Tätigkeit als Kammerverwalter erklärte und darauf hinwies, dass die Narrozunft seit über 90 Jahren Narro-Häser verleiht und die Anzahl der Leihhäser auf 70 Garnituren angestiegen ist. Der Grundgedanke ist und bleibt, Narrohäser an junge Menschen zu verleihen, die sich noch kein eigenes, komplettes Häs leisten können.

Der Weg durch die Zehntscheuer führte Karl-Heinz Fischer weiter zu Hansjörg Fehrenbach, der das Archiv der Narrozunft führt. Der Archivar konnte eine Vielzahl von Dokumenten und Büchern aus der Vergangenheit und Gegenwart der Narrozunft in sorgfältig geführten Schränken vorweisen. So konnten die Kolpinger das „Buch zum Golden-Buch-Orden“ in Augenschein nehmen.Weiter ging es über eine historische Treppe aus dem 14. Jahrhundert auf den Speicher, wo auch der Übergang zum Haus des Fasnetvereins der Hexen sichtbar wurde.Im zweiten Obergeschoss erläuterte Fischer, wie das Haus entstand, welche Gebäudeteile welchem Jahrhundert zuzuordnen sind, ebenso, wie die inzwischen fünfjährige ehrenamtliche Baumaßnahme und wie die Finanzierung noch aussieht. Den 13.13.13 wird es wohl nicht geben, auch wenn das ursprüngliche Fertigstellungsdatum (12.12.12), nicht zuletzt auf Grund eines Baustopps leider nicht verwirklicht werden konnte.

Auch die Zahl der früheren Eigentümer konnte der ehemalige Zunftmeister aufführen. Der fertige Festsaal mit Foyer, die grandiose, energiesparende Beleuchtung dort und im Foyer durften die Anwesenden in Augenschein nehmen und fanden entsprechende Würdigung. Danach stieg man in die vorläufig letzte Großbaustelle, der Küche und das Erdgeschoss ein. Was hier für Auflagen vom Denkmalamt erfüllt werden müssen, konnten die Besucher nochmals hautnah erleben. Abschließend bedankte sich Harry Meßmer bei Karl-Heinz Fischer und und den anderen Funktionsträgern der Narrozunft für die zweistündige Führung und überreichte ein Kuvert mit einer kleinen Spende für großes Bauwerk und den weiteren Ausbau der Zehntscheuer.

Quelle: Südkurier