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Die Narrozunft verlegt ihr Stüble zum ersten Mal in den Kleinen Saal im Theater am Ring

In der Zehntscheuer muss noch viele Monate kräftig angepackt werden. Deshalb bleibt das Domizil der Narrozunft an der Fasnet für das Publikum geschlossen. Bild: Archiv

Das gab es noch nie: Das Theater am Ring, respektive der Kleine Saal, wird in diesem Jahr zum Narro-Stüble umfunktioniert. In den vergangenen Jahren machte die Historische Narrozunft das Stüble immer in der Zehntscheuer.

Doch dort sind im Erdgeschoss derzeit die Gipser am Werk. „In den fünf Meter hohen Räumen haben sie Gerüste aufgebaut. Das alles abzubauen, wegzutransportieren und nach der Fasnet wieder aufzubauen, wäre ein zu großer Aufwand. Das würde uns mit dem Projekt Zehntscheuer um Wochen zurückwerfen“, erklärt Zunftmeister Joachim Wöhrle, der erst jetzt am vergangenen Wochenende wieder für zwei Jahre im Amt bestätigt wurde. Bei dem Mammutprojekt Zehntscheuer will die Zunft jetzt aufs Gas drücken: Denn eigentlich war geplant, dass die Scheuer in diesem Sommer fertig gestellt wird. So mancher witzelte bereits, da es mit der Eröffnung am 12.12.2012 nicht geklappt hat, wäre vielleicht der 13.13.2013 realistisch. Wöhrle aber nimmt es mit Humor und sagt: „Wir gehen auf jeden Fall davon aus, dass wir in diesem Jahr noch fertig werden.“

Das Stüble im Theater ist am Fastnachts-Samstag für die Öffentlichkeit geöffnet. Am Montag und Dienstag haben dann wie immer nur Hästräger Zugang. Ungefähr 200 Narren haben im Kleinen Saal im Theater Platz – und damit ungefähr 80 mehr als in der Zehntscheuer, so Wöhrle. Für die Zunft bringt der Kleine Saal im Theater noch einen weiteren Vorteil mit sich. Am Vorabend, also Freitagabend, findet dort der Alt-Jungfere-Obed statt. Tische und Stühle stehen also dann bereit. Wuescht-Vatter Roland Weißer, die Wueschte und einige Rats-Mitglieder betreiben das Stüble. Auf das Stüble will die Zunft, trotz der Verzögerung beim Projekt Zehntscheuer, bei der diesjährigen Fastnacht nicht verzichten. „Außerdem brauchen wir das Geld aus der Bewirtung für die Zehntscheuer, das ist ganz klar“, sagt Wöhrle. Die Bewirtung stemmt die Zunft auch in diesem Jahr wieder selbst. Weil die Zunft-Mitglieder aber anderen Stüble keine Konkurrenz machen wollen, fällt die Speisekarte erneut überschaubar aus. Es gibt ein warmes Gericht und zwei kalte Speisen.

Quelle: Südkurier